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Über uns

Unsere Praxis existiert seit 1995 und ist im Bereich der Kinderkardiologie die größte Praxis in Baden-Württemberg und eine der größten in Deutschland. Wir sind Kinderärzte und Kinderkardiologen, aber ausschließlich kinderkardiologisch tätig. Unsere Praxis ist außer an Wochenenden und Feiertagen das ganze Jahr besetzt. Ausnahmen können Renovierungsarbeiten oder auch Fortbildungen sein.

"Kinderkardiologie"

Der Begriff "Kardiologie" wird meist mit der Vorstellung von Verkalkungen der Herzkranzgefäße, Durchblutungsstörungen und Herzinfarkt verbunden, also mit Erkrankungen, die durch Abnutzung und Alterung entstehen und um die sich der Internist und "Erwachsenen"kardiologe kümmert.

Mit all dem haben Kinderkardiologen nichts zu tun. Wir beschäftigen uns vorwiegend mit angeborenen Anomalien des Herzens und der großen Gefäße, den angeborenen Herzfehlern. Diese sind häufiger als man glaubt: eines von hundert Neugeborenen kommt mit einem solchen zur Welt, sei es, dass ein "Loch" in den Scheidewänden des Herzens vorliegt oder eine verengte Herzklappe, aber auch komplexe Anomalien mit Fehlanlage ganzer Herzteile. Neben schweren Herzfehlern, die schon in den ersten Lebenstagen oder -wochen zu bedrohlichen Symptomen führen können, gibt es auch solche, die anfangs keine oder wenig Symptome machen, oft nur beim Abhören durch ein Geräusch über dem Herzen auffallen und auch viele, die so geringfügig sind, dass keinerlei Beeinträchtigungen für die Kinder zu erwarten sind. Die Aufgabe von uns Kinderkardiologen ist, diese zu erkennen und zu entscheiden, ob und wann Maßnahmen wie eine Herzkatheteruntersuchung oder gar eine Herzoperation notwendig sind.

Häufig bekommen wir allerdings Kinder zur Untersuchung überwiesen, bei denen es eher darum geht, einen Herzfehler auszuschließen, z.B. zur Abklärung eines Herzgeräusches, welches auch immer wieder bei ganz gesunden Kindern als harmloses "Strömungsgeräusch" gehört werden kann.

Neben den angeborenen Herzfehlern befassen wir uns mit oft genetisch bedingten Erkrankungen der Herzmuskulatur, den Kardiomyopathien, Entzündungen von Herzmuskel oder Herzklappen (was z.B. nach Scharlach auftreten kann) und dem recht großen Gebiet der Herzrhythmusstörungen; auch hier gilt es, harmlose von möglicherweise gefährlichen Formen zu unterscheiden und eventuell auch zu behandeln.

Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern (EMAH)

Dank der immer besser werdenden Therapiemöglichkeiten in den letzten 30 Jahren nimmt die Zahl der Patienten mit auch schweren angeborenen Herzfehlern, die das Erwachsenenalter erreichen, stetig zu; seit wenigen Jahren leben in Deutschland mehr Erwachsene mit angeborenem Herzfehler als Kinder. Da bei diesen Patienten häufig ganz spezielle Probleme vorliegen, mit denen nicht jeder Kinder- oder Erwachsenenkardiologe vertraut ist, haben die zuständigen Fachgesellschaften, nämlich die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie- Herz- und Kreislaufforschung (DGK), die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie (DGPK) und die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) Kriterien erarbeitet, die ein Kardiologe erfüllen muß um diese Patienten qualifiziert zu behandeln. Die Anerkennung als "EMAH-Kardiologe" wird bei entsprechenden Voraussetzungen mit einer Prüfung abgeschlossen. Alle drei Ärzte unserer Praxis sind zertifizierte EMAH-Kardiologen. Aufgrund unserer Leistungszahlen in diesem Bereich wurden wir 2015 als eine der ganz wenigen in Deutschland zusätzlich auch als "EMAH-Schwerpunktpraxis" zertifiziert.

Sprechstunde für Patienten mit Marfansyndrom

Das Marfansyndrom ist eine seltene Erkrankung des Bindegewebes. Bei Patienten mit Marfansyndrom können verschiedene Organe krank sein, beispielsweise Augen, Skelett, Haut, Herz und herznahe Gefäße. Da die schwerwiegendsten Probleme bei dieser Erkrankung an herznahen Gefäßen und Herzklappen liegen können, liegt die engmaschige Betreuung dieser Patienten meist in den Händen des Kardiologen, selbst wenn noch keine Behandlungsnotwendigkeit am Herzen besteht. Die Seltenheit dieser Erkrankung macht, in Kombination mit der sehr unterschiedlichen Ausprägung ihrer Symptome, die Diagnose oft nicht leicht. Wir haben große Erfahrung auf diesem Gebiet und bieten Ihnen umfassende Betreuung sowohl bei der Frage nach der Diagnose als auch bei der Therapie eventueller Symptome an.

Kinder und Jugendliche nach Herztransplantation

Bei sehr schweren Herzerkrankungen kann als letzte Therapiemöglichkeit die Herztransplantation stehen. Das Problem dieser Maßnahme ist meist nicht die Operation, sondern die Notwendigkeit der lebenslangen Einnahme von Medikamenten, die eine Abstoßung des Spenderorgans verhindern. Das ist nur durch eine gezielte Schwächung der eigenen Immunabwehr möglich, was wiederum zu weiteren Problemen führen kann.

Wir betreuen herztransplantierte Kinder und Jugendliche in enger Kooperation mit dem jeweiligen Transplantationszentrum. Eine telefonische Kontaktaufnahme sollte bei Neupatienten vor einer Terminvereinbarung erfolgen.